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Woher stammt die "Quarantäne"? Wie entsteht ein Schwarzes Loch? Warum fallen Wolken nicht vom Himmel? SWR Redakteur Gábor Paál und Gäste aus der Wissenschaft erklären im Wechsel jeden Tag ein kleines Stückchen Welt. Texte unter http://1000-antworten.de Viele Episoden dieses Podcasts stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz. Ihr könnt diese Episoden unter Angabe der Quelle und der Lizenz unverändert in Eurem eigenen Digitalangebot dauerhaft veröffentlichen. Die Episoden dürfen dabei nicht verändert oder kommerziell genutzt werden. Die Lizenz lautet CC BY-NC-ND 4.0.
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Epizód összefoglalója

Im Mittelalter aß man mit den Fingern Der Ausdruck kommt aus dem Mittelalter. Damals hat man bekanntlich noch mit den Fingern gegessen. Das Essbesteck, wie wir es heute kennen, hat sich erst allmählich ab dem 17. Jahrhundert durchgesetzt. Im Mittelalter haben auch die besseren Stände mit den Fingern gespeist. Weil diese dabei aber fettig und schmutzig werden, wurden zum Essen auch Wasserschalen gereicht, in denen man die Finger zumindest vom Gröbsten reinigen konnte. Nach dem Essen Wasserschale für die fettigen Finger reichen Der Adel beauftragte mit dieser Reichung des Wassers wiederum seine Tischdiener. Das Reichen einer Wasserschale ist nun einerseits keine besondere anspruchsvolle Tätigkeit. Aber sie verlangt natürlich, dass derjenige an der Tischgesellschaft einigermaßen vorzeigbar ist. Wem man nicht einmal zutraute, seinem Herrn das Wasser zu reichen, war generell zu nicht viel zu gebrauchen. Diese Herkunft ist insofern interessant, weil der Ausdruck "jemandem das Wasser reichen können" heute ja meist…

Epizódok

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Jemandem nicht das Wasser reichen können – woher kommt das?

Im Mittelalter aß man mit den Fingern Der Ausdruck kommt aus dem Mittelalter. Damals hat man bekanntlich noch mit den Fingern gegessen. Das Essbesteck, wie wir es heute kennen, hat sich erst allmählich ab dem 17. Jahrhundert durchgesetzt. Im Mittelalter haben auch die besseren Stände mit den Fingern gespeist. Weil diese dabei aber fettig und schmutzig werden, wurden zum Essen auch Wasserschalen gereicht, in denen man die Finger zumindest vom Gröbsten reinigen konnte. Nach dem Essen Wasserschale für die fettigen Finger reichen Der Adel beauftragte mit dieser Reichung des Wassers wiederum seine Tischdiener. Das Reichen einer Wasserschale ist nun einerseits keine besondere anspruchsvolle Tätigkeit. Aber sie verlangt natürlich, dass derjenige an der Tischgesellschaft einigermaßen vorzeigbar ist. Wem man nicht einmal zutraute, seinem Herrn das Wasser zu reichen, war generell zu nicht viel zu gebrauchen. Diese Herkunft ist insofern interessant, weil der Ausdruck "jemandem das Wasser reichen können" heute ja meist…

20 okt. 2026
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Kocht Wasser in den Bergen schneller?

Siedepunkt des Wassers ist in den Bergen niedriger Ja. Wenn Sie auf einer Berghütte Urlaub machen und dort das Wasser für ihre Spaghetti aufsetzen, dann fängt das Wasser schneller an zu kochen, als wenn Sie das in einer Strandwohnung tun – zumindest, wenn sonst gleiche Bedingungen herrschen, also die Umgebung gleich warm ist, das Wasser dieselbe Anfangstemperatur hat und die Herdplatten gleich heiß sind. Der Grund: Der Siedepunkt ist in den Bergen niedriger. Wir haben zwar gelernt: Wasser siedet bei 100°C – doch das gilt nur bei Normaldruck auf Meereshöhe. Die Gesetze der Physik sagen aber: Je niedriger der Außendruck, desto niedriger auch die Siedetemperatur. Und da gilt die Faustregel: Pro 300 Meter Höhe sinkt der Siedepunkt um ein Grad. Auf 1.000 Metern Höhe macht das schon etwas mehr als 3 Grad aus, auf 2.000 Metern Höhe fast 7 Grad. Das Wasser kocht dann schon bei 93°C und nicht erst bei 100°C. Wenn das Wasser schneller kocht, sind die Spaghetti dann früher fertig? Im Gegenteil. Denn die Garzeit hängt…

19 okt. 2026
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Welche Wildpflanzen sollen im Herbst als Futterquelle im Garten bleiben?

Disteln, Karden oder ähnliche Pflanzen werden sehr gerne von Distelfinken – wie der Name schon sagt – gefressen. Ich würde grundsätzlich dafür plädieren, über den Winter alles stehen zu lassen. Zumindest alles, was nicht stört. Vögel, Mäuse und Insekten profitieren im Winter von Samenständen Nicht nur Vögel, sondern auch kleine Mäuse holen sich da Sämereien. Außerdem sind die Stängel, die stehen bleiben, ein sehr guter Überwinterungsort für Insekten. Viele überwintern tatsächlich in den Stängeln, zum Beispiel die Keulhornbiene. In hohlen Stängeln verkriecht sie sich, zum Teil überwintern auch die Puppen oder die Eier an den Pflanzenstängeln. Wenn man aber im Herbst alles abschneidet und auf den Kompost wirft, haben diese Tiere keine Chance. Deshalb würde ich immer dafür plädieren, im Herbst nicht alles herunterzuschneiden, sondern so viel wie möglich über den Winter stehen zu lasse.

18 okt. 2026
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Ist bei Landkarten auf der Südhalbkugel Süden oben?

Willkürliche Festlegung Egal wo Sie hinkommen, Norden ist auf Karten immer oben. Dieser Standard hat sich – natürlich auch im Zuge der Kolonialisierung – weltweit durchgesetzt. Das ist einfach eine Konvention, die den Umgang mit Karten erleichtert. Das hat in dem Fall auch nichts mit kolonialistischem oder "eurozentrischem" Denken zu tun. Letztlich ist es eine willkürliche Festlegung. Es gibt ja – nur aus der Tatsache heraus, dass wir auf der Nordhalbkugel sind und die Sonne im Osten aufgeht – keinen besonderen Grund, der nahelegen würde, dass die Karten nach Norden ausgerichtet sind. Das ist heute zwar selbstverständlich, aber von der Sache her nicht unbedingt "logischer" als es eine Südausrichtung wäre. "Orientieren": sich nach Osten ausrichten Tatsächlich waren Landkarten nicht immer nach Norden ausgerichtet. Bei den alten Griechen zwar schon, aber dann kam im Mittelalter eine Phase, in der auf Weltkarten der Osten oben war. Denn: Im Osten lang die heilige Stadt Jerusalem. Das Wort "orientieren" stammt…

17 okt. 2026
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Was kann ich im Herbst für Insekten im Naturgarten anpflanzen?

Natternkopf, Kartäusernelke und Glockenblumen Pflanzen kann man auch im Herbst noch sehr vieles. Ich nenne ein paar Pflanzen, die ich besonders gerne mag und auch in meinem eigenen Garten habe. Zum einen den Natternkopf. Er blüht helllila-bläulich und ist ein richtiger Wildbienen-Magnet. Da ist im Sommer richtig was los, daran kann man sich sehr erfreuen. Es gibt auch die spezialisierte Natternkopf-Mauerbiene, die ihren Pollen nur am Natternkopf sammelt. Mit etwas Glück kann man sie dort beobachten. Dann die Kartäusernelke: Sie blüht auch jetzt noch, hat einen sehr langen Blühzeitraum – vom Frühsommer bis in den Herbst hinein. Sie hat filigrane, pinkfarbene Blüten und ich mag sie sehr gerne. Und schließlich die verschiedenen Glockenblumen-Arten. Da gibt es eine große Auswahl, die gut in den Garten passt: die Rundblättrige Glockenblume, die Wiesenglockenblume, die Rapunzel-Glockenblume. Auch hier gibt es viele spezialisierte Wildbienen, die gerne auf Glockenblumen fliegen.

15 okt. 2026